Evangelium
Danach suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit voraus in
alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte
ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für
seine Ernte auszusenden. Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.
Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand
unterwegs! Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!
Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht,
auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. Bleibt in diesem Haus, eßt
und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn.
Zieht nicht von einem Haus in ein anderes! Wenn ihr in eine Stadt kommt und man
euch aufnimmt, so eßt, was man euch vorsetzt. Heilt die Kranken, die dort sind, und
sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe. Wenn ihr aber in eine Stadt kommt,
in der man euch nicht aufnimmt, dann stellt euch auf die Straße und ruft: Selbst den
Staub eurer Stadt, der an unseren Füßen klebt, lassen wir euch zurück; doch das sollt
ihr wissen: Das Reich Gottes ist nahe. Ich sage euch: Sodom wird es an jenem Tag
nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt. Die Zweiundsiebzig kehrten zurück und
berichteten voll Freude: Herr, sogar die Dämonen gehorchen uns, wenn wir deinen
Namen aussprechen. Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom
Himmel fallen. Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und
Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden. Nichts wird euch
schaden können. Doch freut euch nicht darüber, daß euch die Geister gehorchen,
sondern freut euch darüber, daß eure Namen im Himmel verzeichnet sind.