Antwortpsalm
R Gerechtigkeit blüht auf in seinen Tagen und Friede ohne Ende. - R
Verleih dein Richteramt, o Gott, dem König,
dem Königssohn gib dein gerechtes Walten!
Er regiere dein Volk in Gerechtigkeit
und deine Armen durch rechtes Urteil. - (R)
Die Gerechtigkeit blühe auf in seinen Tagen
und großer Friede, bis der Mond nicht mehr da ist.
Er herrsche von Meer zu Meer,
vom Strom bis an die Enden der Erde. - (R)
Die Könige von Tarschisch und von den Inseln bringen Geschenke,
die Könige von Saba und Seba kommen mit Gaben.
Alle Könige müssen ihm huldigen
alle Völker ihm dienen. - (R)
Er rettet den Gebeugten, der um Hilfe schreit,
den Armen und den, der keinen Helfer hat.
Er erbarmt sich des Gebeugten und Schwachen,
er rettet das Leben der Armen. - (R)
Sein Name soll ewig bestehen
so lange die Sonne bleibt, sprosse sein Name.
Glücklich preisen sollen ihn alle Völker
und in ihm sich segnen. - R
2. LESUNG Röm 15, 4-9
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer
Brüder! Alles, was einst geschrieben worden ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben,
damit wir durch Geduld und durch den Trost der Schrift Hoffnung haben.
Der Gott der Geduld und des Trostes schenke euch die Einmütigkeit, die Christus
Jesus entspricht, damit ihr Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, einträchtig
und mit einem Munde preist. Darum nehmt einander an, wie auch Christus uns
angenommen hat, zur Ehre Gottes.
Denn, das sage ich, Christus ist um der Wahrhaftigkeit Gottes willen Diener der
Beschnittenen geworden, damit die Verheißungen an die Väter bestätigt werden.
Die Heiden aber rühmen Gott um seines Erbarmens willen; es steht ja in der Schrift:
Darum will ich dich bekennen unter den Heiden und deinem Namen lobsingen.
Evangelium
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa:
Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. Er war es, von dem der Prophet Jesaja
gesagt hat: Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm
die Straßen!
Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine
Hüften; Heuschrecken und wilder Honig waren seine Nahrung. Die Leute von
Jerusalem und ganz Judäa und aus der ganzen Jordangegend zogen zu ihm hinaus; sie
bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. Als Johannes sah,
dass viele Pharisäer und Sadduzäer zur Taufe kamen, sagte er zu ihnen: Ihr
Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Gericht entrinnen
könnt?
Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt, und meint nicht, ihr könntet sagen: Wir
haben ja Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann aus diesen Steinen
Kinder Abrahams machen. Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder
Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.
Ich taufe euch nur mit Wasser (zum Zeichen) der Umkehr. Der aber, der nach mir
kommt, ist stärker als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe auszuziehen. Er
wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Schon hält er die Schaufel in
der Hand; er wird die Spreu vom Weizen trennen und den Weizen in seine Scheune
bringen; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen.