Sonntag, 6 de Juni de 2027

10. Sonntag im Jahreskreis

Ciclo B

Erste Lesung

Nachdem Adam von der Frucht des Baumes gegessen hatte, rief Gott, der Herr, ihm zu

und sprach: Wo bist du? Er antwortete: Ich habe dich im Garten kommen hören; da

geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin, und versteckte mich.

Darauf fragte er: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du von dem Baum

gegessen, von dem zu essen ich dir verboten habe? Adam antwortete: Die Frau, die du

mir beigesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben, und so habe ich gegessen.

Gott, der Herr, sprach zu der Frau: Was hast du da getan? Die Frau antwortete: Die

Schlange hat mich verführt, und so habe ich gegessen.

Da sprach Gott, der Herr, zur Schlange: Weil du das getan hast, bist du verflucht unter

allem Vieh und allen Tieren des Feldes. Auf dem Bauch sollst du kriechen und Staub

fressen alle Tage deines Lebens. Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau,

zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. Er trifft dich am Kopf, und du

triffst ihn an der Ferse.

Zweite Lesung

Brüder und Schwestern! Wir haben den gleichen Geist des Glaubens, von dem es in

der Schrift heißt: Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet. Auch wir glauben, und

darum reden wir. Denn wir wissen, dass der, welcher Jesus, den Herrn, auferweckt hat,

auch uns mit Jesus auferwecken und uns zusammen mit euch vor sein Angesicht

stellen wird.

Alles tun wir euretwegen, damit immer mehr Menschen aufgrund der überreich

gewordenen Gnade den Dank vervielfachen, Gott zur Ehre.

Darum werden wir nicht müde; wenn auch unser äußerer Mensch aufgerieben wird,

der innere wird Tag für Tag erneuert. Denn die kleine Last unserer gegenwärtigen Not

schafft uns in maßlosem Übermaß ein ewiges Gewicht an Herrlichkeit, uns, die wir

nicht auf das Sichtbare starren, sondern nach dem Unsichtbaren ausblicken; denn das

Sichtbare ist vergänglich, das Unsichtbare ist ewig.

Wir wissen: Wenn unser irdisches Zelt abgebrochen wird, dann haben wir eine

Wohnung von Gott, ein nicht von Menschenhand errichtetes ewiges Haus im Himmel.

Evangelium

In jener Zeit ging Jesus in ein Haus, und wieder kamen so viele Menschen zusammen,

dass er und die Jünger nicht einmal mehr essen konnten. Als seine Angehörigen davon

hörten, machten sie sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zurückzuholen; denn sie

sagten: Er ist von Sinnen.

Die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er ist von

Beelzebul besessen; mit Hilfe des Anführers der Dämonen treibt er die Dämonen aus.

Da rief er sie zu sich und belehrte sie in Form von Gleichnissen: Wie kann der Satan

den Satan austreiben? Wenn ein Reich in sich gespalten ist, kann es keinen Bestand

haben. Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben. Und

wenn sich der Satan gegen sich selbst erhebt und mit sich selbst im Streit liegt, kann er

keinen Bestand haben, sondern es ist um ihn geschehen. Es kann aber auch keiner in

das Haus eines starken Mannes einbrechen und ihm den Hausrat rauben, wenn er den

Mann nicht vorher fesselt; erst dann kann er sein Haus plündern.

Amen, das sage ich euch: Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen

vergeben werden, so viel sie auch lästern mögen; wer aber den Heiligen Geist lästert,

der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften.

Sie hatten nämlich gesagt: Er ist von einem unreinen Geist besessen.

Da kamen seine Mutter und seine Brüder; sie blieben vor dem Haus stehen und ließen

ihn herausrufen. Es saßen viele Leute um ihn herum, und man sagte zu ihm: Deine

Mutter und deine Brüder stehen draußen und fragen nach dir. Er erwiderte: Wer ist

meine Mutter, und wer sind meine Brüder? Und er blickte auf die Menschen, die im

Kreis um ihn herumsaßen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder.

Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.

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