Sonntag, 9 de November de 2025

32. Sonntag im Jahreskreis

Ciclo C

Erste Lesung

2 Makk 7, 1-2.7a.9-14

Lesung aus dem zweiten Buch der Makkabäer.

Ein andermal geschah es, dass man sieben Brüder mit ihrer Mutter festnahm. Der

König wollte sie zwingen, entgegen dem göttlichen Gesetz Schweinefleisch zu essen,

und ließ sie darum mit Geißeln und Riemen peitschen. Einer von ihnen ergriff für die

andern das Wort und sagte: Was willst du uns fragen und von uns wissen? Eher

sterben wir, als dass wir die Gesetze unserer Väter übertreten. Als der erste der Brüder

auf diese Weise gestorben war, führten sie den zweiten zur Folterung. Als er in den

letzten Zügen lag, sagte er: Du Unmensch! Du nimmst uns dieses Leben; aber der

König der Welt wird uns zu einem neuen, ewigen Leben auferwecken, weil wir für

seine Gesetze gestorben sind. Nach ihm folterten sie den dritten. Als sie seine Zunge

forderten, streckte er sie sofort heraus und hielt mutig die Hände hin. Dabei sagte er

gefasst: Vom Himmel habe ich sie bekommen, und wegen seiner Gesetze achte ich

nicht auf sie. Von ihm hoffe ich sie wiederzuerlangen. Sogar der König und seine

Leute staunten über den Mut des jungen Mannes, dem die Schmerzen nichts

bedeuteten. Als er tot war, quälten und misshandelten sie den vierten genauso. Dieser

sagte, als er dem Ende nahe war: Gott hat uns die Hoffnung gegeben, dass er uns

wieder auferweckt. Darauf warten wir gern, wenn wir von Menschenhand sterben. Für

dich aber gibt es keine Auferstehung zum Leben.

Antwortpsalm

Höre, Herr, die gerechte Sache, achte auf mein Flehen,

vernimm mein Gebet von Lippen ohne Falsch!

Mein Mund verging sich nicht,

trotz allem, was die Menschen auch treiben;

ich halte mich an das Wort deiner Lippen.

Auf dem Weg deiner Gebote gehn meine Schritte,

meine Füße wanken nicht auf deinen Pfaden.

Ich rufe dich an, denn du, Gott, erhörst mich.

Wende dein Ohr mir zu, vernimm meine Rede!

Behüte mich wie den Augapfel, den Stern des Auges,

birg mich im Schatten deiner Flügel,

Ich will in Gerechtigkeit dein Angesicht schauen,

mich satt sehen an deiner Gestalt, wenn ich erwache.

Zweite Lesung

2 Thess 2,16 - 3,5

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher.

Brüder! Jesus Christus aber, unser Herr, und Gott, unser Vater, der uns seine Liebe

zugewandt und uns in seiner Gnade ewigen Trost und sichere Hoffnung geschenkt hat,

tröste euch und gebe euch Kraft zu jedem guten Werk und Wort. Im übrigen, Brüder,

betet für uns, damit das Wort des Herrn sich ausbreitet und verherrlicht wird, ebenso

wie bei euch. Betet auch darum, dass wir vor den bösen und schlechten Menschen

gerettet werden; denn nicht alle nehmen den Glauben an. Aber der Herr ist treu; er

wird euch Kraft geben und euch vor dem Bösen bewahren. Wir vertrauen im Herrn auf

euch, dass ihr jetzt und auch in Zukunft tut, was wir anordnen. Der Herr richte euer

Herz darauf, dass ihr Gott liebt und unbeirrt auf Christus wartet.

Evangelium

In jener Zeit kamen einige von den Sadduzäern, die die Auferstehung leugnen, zu

Jesus und fragten ihn: Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn ein Mann, der

einen Bruder hat, stirbt und eine Frau hinterlässt, ohne Kinder zu haben, dann soll sein

Bruder die Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen verschaffen. Nun lebten

einmal sieben Brüder. Der erste nahm sich eine Frau, starb aber kinderlos. Da nahm

sie der zweite, danach der dritte, und ebenso die anderen bis zum siebten; sie alle

hinterließen keine Kinder, als sie starben. Schließlich starb auch die Frau. Wessen

Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau

gehabt. Da sagte Jesus zu ihnen: Nur in dieser Welt heiraten die Menschen. Die aber,

die Gott für würdig hält, an jener Welt und an der Auferstehung von den Toten

teilzuhaben, werden dann nicht mehr heiraten. Sie können auch nicht mehr sterben,

weil sie den Engeln gleich und durch die Auferstehung zu Söhnen Gottes geworden

sind. Dass aber die Toten auferstehen, hat schon Mose in der Geschichte vom

Dornbusch angedeutet, in der er den Herrn den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und

den Gott Jakobs nennt. Er ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn

für ihn sind alle lebendig.

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