Erste Lesung
Lesung aus dem Buch Jesaja.
In jenen Tagen sprach der Herr zu Ahas - dem König von Juda; er sagte: Erbitte dir
vom Herrn, einem Gott, ein Zeichen, sei es von unten, aus der Unterwelt, oder von
oben, aus der Höhe. Ahas antwortete: Ich will um nichts bitten und den Herrn nicht auf
die Probe stellen.
Da sagte Jesaja: Hört her, ihr vom Haus David! Genügt es euch nicht, Menschen zu
belästigen? Müsst ihr auch noch meinen Gott belästigen? Darum wird euch der Herr
von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird
einen Sohn gebären, und sie wird ihm den Namen Immanuel
- Gott mit uns - geben.
Antwortpsalm
R: Der Herr wird kommen, er ist der König der Herrlichkeit. - R
Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt,
der Erdkreis und seine Bewohner.
Denn er hat ihn auf Meere gegründet,
ihn über Strömen befestigt. - (R)
Wer darf hinaufziehn zum Berg des Herrn,
wer darf stehen an seiner heiligen Stätte?
Der reine Hände hat und ein lauteres Herz,
der nicht betrügt und keinen Meineid schwört. - (R)
Er wird Segen empfangen vom Herrn
und Heil von Gott, seinem Helfer.
Das sind die Menschen, die nach ihm fragen,
die dein Antlitz suchen, Gott Jakobs. - R
Zweite Lesung
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer.
Paulus, Knecht Christi Jesu, berufen zum Apostel, auserwählt, das Evangelium Gottes
zu verkündigen, das er durch seine Propheten im voraus verheißen hat in den heiligen
Schriften: das Evangelium von seinem Sohn, der dem Fleisch nach geboren ist als
Nachkomme Davids, der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt ist als Sohn Gottes
in Macht seit der Auferstehung von den Toten, das Evangelium von Jesus Christus,
unserem Herrn.
Durch ihn haben wir Gnade und Apostelamt empfangen, um in seinem Namen alle
Heiden zum Gehorsam des Glaubens zu führen; zu ihnen gehört auch ihr, die ihr von
Jesus Christus berufen seid.
An alle in Rom, die von Gott geliebt sind, die berufenen Heiligen: Gnade sei mit euch
und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.
Evangelium
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch
bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch
das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht
bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.
Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum
und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu
nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn
gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen
Sünden erlösen.
Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt
hat: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und
man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns.
Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm
seine Frau zu sich.