Sonntag, 2 de Februar de 2025

4. Sonntag im Jahreskreis

Ciclo C

Erste Lesung

Jer 1, 4-5.17-19

Lesung aus dem Buch Jeremia.

In den Tagen Joschijas, des Königs von Juda, erging das Wort des Herrn an mich:

Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus

dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker

habe ich dich bestimmt. Du aber gürte dich, tritt vor sie hin, und verkünde ihnen alles,

was ich dir auftrage. Erschrick nicht vor ihnen, sonst setze ich dich vor ihren Augen in

Schrecken. Ich selbst mache dich heute zur befestigten Stadt, zur eisernen Säule und

zur ehernen Mauer gegen das ganze Land, gegen die Könige, Beamten und Priester

von Juda und gegen die Bürger des Landes. Mögen sie dich bekämpfen, sie werden

dich nicht bezwingen; denn ich bin mit dir, um dich zu retten - Spruch des Herrn.

Antwortpsalm

Herr, ich suche Zuflucht bei dir.

Lass mich doch niemals scheitern! Reiß mich heraus und rette mich in deiner

Gerechtigkeit,

wende dein Ohr mir zu und hilf mir!

Sei mir ein sicherer Hort,

zu dem ich allzeit kommen darf.

Du hast mir versprochen zu helfen,

denn du bist mein Fels und meine Burg.

Herr, mein Gott, du bist ja meine Zuversicht,

meine Hoffnung von Jugend auf.

Vom Mutterleib an stütze ich mich auf dich,

vom Mutterschoß an bist du mein Beschützer,

dir gilt mein Lobpreis allezeit.

Mein Mund soll von deiner Gerechtigkeit künden

und von deinen Wohltaten sprechen den ganzen Tag,

denn ich kann sie nicht zählen.

Gott, du hast mich gelehrt von Jugend auf,

und noch heute verkünde ich dein wunderbares Walten.

Zweite Lesung

1 Kor 12, 31 - 13, 13

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther.

Brüder! Strebt nach den höheren Gnadengaben! Ich zeige euch jetzt noch einen

anderen Weg, einen, der alles übersteigt: Wenn ich in den Sprachen der Menschen und

Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende

Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle

Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen

könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts. Und wenn ich meine ganze

Habe verschenkte, und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die

Liebe nicht, nützte es mir nichts. Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie

ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig,

sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach.

Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt

alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf.

Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede verstummt, Erkenntnis vergeht. Denn

Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden; wenn aber das

Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk. Als ich ein Kind war, redete ich wie ein

Kind, dachte wie ein Kind und urteilte wie ein Kind. Als ich ein Mann wurde, legte ich

ab, was Kind an mir war. Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte

Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich

unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch

und durch erkannt worden bin. Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;

doch am größten unter ihnen ist die Liebe.

Evangelium

In jener Zeit begann Jesus in der Synagoge in Nazaret darzulegen: Heute hat sich das

Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt. Seine Rede fand bei allen Beifall; sie

staunten darüber, wie begnadet er redete, und sagten: Ist das nicht der Sohn Josefs? Da

entgegnete er ihnen: Sicher werdet ihr mir das Sprichwort vorhalten: Arzt, heile dich

selbst! Wenn du in Kafarnaum so große Dinge getan hast, wie wir gehört haben, dann

tu sie auch hier in deiner Heimat! Und er setzte hinzu: Amen, das sage ich euch: Kein

Prophet wird in seiner Heimat anerkannt. Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab

es viele Witwen in den Tagen des Elija, als der Himmel für drei Jahre und sechs

Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam. Aber

zu keiner von ihnen wurde Elija gesandt, nur zu einer Witwe in Sarepta bei Sidon. Und

viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elischa. Aber keiner von ihnen

wurde geheilt, nur der Syrer Naaman. Als die Leute in der Synagoge das hörten,

gerieten sie alle in Wut. Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie

brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten

ihn hinabstürzen. Er aber schritt mitten durch die Menge hindurch und ging weg.

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