Evangelium
Das Evangelium nach Mattäus.
Als die Menge gesättigt war, zwang Jesus die Jünger, ins Boot zu steigen und an das
andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken.
Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um in der Einsamkeit zu
beten. Spät am Abend war er immer noch allein auf dem Berg. Das Boot aber war
schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her
geworfen; denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen;
er ging auf dem See. Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie,
weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. Doch Jesus begann
mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Darauf
erwiderte ihm Petrus: Herr, wenn du es bist, so befiehl, daß ich auf dem Wasser zu dir
komme. Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und ging über das Wasser
auf Jesus zu. Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann
unterzugehen. Er schrie: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff
ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Und als sie ins
Boot gestiegen waren, legte sich der Wind. Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus
nieder und sagten: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn.