Evangelium
Jesus sagte zu den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes: Hört noch ein anderes
Gleichnis: Es war ein Gutsbesitzer, der legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen
Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg
an Winzer und reiste in ein anderes Land. Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine
Knechte zu den Winzern, um seinen Anteil an den Früchten holen zu lassen. Die
Winzer aber packten seine Knechte; den einen prügelten sie, den andern brachten sie
um, einen dritten steinigten sie. Darauf schickte er andere Knechte, mehr als das
erstemal; mit ihnen machten sie es genauso. Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen;
denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben. Als die Winzer den
Sohn sahen, sagten sie zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir wollen ihn töten, damit
wir seinen Besitz erben. Und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus
und brachten ihn um. Wenn nun der Besitzer des Weinbergs kommt: Was wird er mit
solchen Winzern tun? Sie sagten zu ihm: Er wird diesen bösen Menschen ein böses
Ende bereiten und den Weinberg an andere Winzer verpachten, die ihm die Früchte
abliefern, wenn es Zeit dafür ist. Und Jesus sagte zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift
gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden;
das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder?