Evangelium
Jesus erzählte noch ein Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König,
der die Hochzeit seines Sohnes vorbereitete. Er schickte seine Diener, um die
eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen. Da
schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Mein Mahl
ist fertig, die Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur
Hochzeit! Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen
Acker, der andere in seinen Laden, wieder andere fielen über seine Diener her,
mißhandelten sie und brachten sie um. Da wurde der König zornig; er schickte sein
Heer, ließ die Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen. Dann sagte er zu
seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die Gäste waren es nicht wert
(eingeladen zu werden). Geht also hinaus auf die Straßen und ladet alle, die ihr trefft,
zur Hochzeit ein. Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen,
die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen. Als sie sich
gesetzt hatten und der König eintrat, um sich die Gäste anzusehen, bemerkte er unter
ihnen einen Mann, der kein Hochzeitsgewand anhatte. Er sagte zu ihm: Mein Freund,
wie konntest du hier ohne Hochzeitsgewand erscheinen? Darauf wußte der Mann
nichts zu sagen. Da befahl der König seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße,
und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den
Zähnen knirschen. Denn viele sind gerufen, aber nur wenige auserwählt.