Erste Lesung
So spricht der Herr: Teile an die Hungrigen dein Brot aus, nimm die obdachlosen
Armen ins Haus auf, wenn du einen Nackten siehst, bekleide ihn und entziehe dich
nicht deinen Verwandten. Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte,
und deine Wunden werden schnell vernarben. Deine Gerechtigkeit geht dir voran, die
Herrlichkeit des Herrn folgt dir nach. Wenn du dann rufst, wird der Herr dir Antwort
geben, und wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: Hier bin ich.
Wenn du der Unterdrückung bei dir ein Ende machst, auf keinen mit dem Finger zeigst
und niemand verleumdest, dem Hungrigen dein Brot reichst und den Darbenden satt
machst, dann geht im Dunkel dein Licht auf, und deine Finsternis wird hell wie der
Mittag.
Zweite Lesung
Als ich zu euch kam, Brüder und Schwestern, kam ich nicht, um glänzende Reden
oder gelehrte Weisheit vorzutragen, sondern um euch das Zeugnis Gottes zu
verkündigen.
Denn ich hatte mich entschlossen, bei euch nichts zu wissen außer Jesus Christus, und
zwar als den Gekreuzigten. Zudem kam ich in Schwäche und in Furcht, zitternd und
bebend zu euch.
Meine Botschaft und Verkündigung war nicht Überredung durch gewandte und kluge
Worte, sondern war mit dem Erweis von Geist und Kraft verbunden, damit sich euer
Glaube nicht auf Menschenweisheit stützte, sondern auf die Kraft Gottes.
Evangelium
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz
seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu
nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten.
Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen
bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern
man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus.
So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und
euren Vater im Himmel preisen.