Sonntag, 15 de Februar de 2026

6. Sonntag im Jahreskreis

Ciclo A

Erste Lesung

Gott gab den Menschen seine Gebote und Vorschriften. Wenn du willst, kannst du das

Gebot halten; Gottes Willen zu tun ist Treue. Feuer und Wasser sind vor dich

hingestellt; streck deine Hände aus nach dem, was dir gefällt. Der Mensch hat Leben

und Tod vor sich; was er begehrt, wird ihm zuteil. Überreich ist die Weisheit des

Herrn; stark und mächtig ist er und sieht alles.

Die Augen Gottes schauen auf das Tun des Menschen, er kennt alle seine Taten.

Keinem gebietet er zu sündigen, und die Betrüger unterstützt er nicht.

Zweite Lesung

Brüder und Schwestern! Wir verkündigen Weisheit unter den Vollkommenen, aber

nicht Weisheit dieser Welt oder der Machthaber dieser Welt, die einst entmachtet

werden.

Vielmehr verkündigen wir das Geheimnis der verborgenen Weisheit Gottes, die Gott

vor allen Zeiten vorausbestimmt hat zu unserer Verherrlichung. Keiner der

Machthaber dieser Welt hat sie erkannt; denn hätten sie die Weisheit Gottes erkannt,

so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt.

Nein, wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein

Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott

denen bereitet hat, die ihn lieben.

Denn uns hat es Gott enthüllt durch den Geist. Der Geist ergründet nämlich alles, auch

die Tiefen Gottes.

Evangelium

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit

nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in

das Himmelreich kommen.

Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber

jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem

Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein.

Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage

euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch

mit ihr begangen.

Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid

schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast. Ich aber sage

euch: Schwört überhaupt nicht.

Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.

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