Erste Lesung
Lesung aus dem Buch Genesis.
Dann sprach Gott, der Herr: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein bleibt. Ich will ihm
eine Hilfe machen, die ihm entspricht. Gott, der Herr, formte aus dem Ackerboden
alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und führte sie dem Menschen zu,
um zu sehen, wie er sie benennen würde. Und wie der Mensch jedes lebendige Wesen
benannte, so sollte es heißen. Der Mensch gab Namen allem Vieh, den Vögeln des
Himmels und allen Tieren des Feldes. Aber eine Hilfe, die dem Menschen entsprach,
fand er nicht. Da ließ Gott, der Herr, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, so
daß er einschlief, nahm eine seiner Rippen und verschloß ihre Stelle mit Fleisch. Gott,
der Herr, baute aus der Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, eine Frau und
führte sie dem Menschen zu. Und der Mensch sprach: Das endlich ist Bein von
meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch. Frau soll sie heißen; denn vom Mann
ist sie genommen. Darum verläßt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine
Frau, und sie werden ein Fleisch.
ZWISCHENGESANG (Ps 128)
Wohl dem Mann, der den Herrn fürchtet
und ehrt und der auf seinen Wegen geht!
Was deine Hände erwarben, kannst du genießen;
wohl dir, es wird dir gut ergehn.
Wie ein fruchtbarer Weinstock ist deine Frau
drinnen in deinem Haus.
Wie junge Ölbäume sind deine Kinder
rings um deinen Tisch.
So wird der Mann gesegnet,
der den Herrn fürchtet und ehrt.
Es segne dich der Herr vom Zion her.
Du sollst dein Leben lang
das Glück Jerusalems schauen
und die Kinder deiner Kinder sehen.
Frieden über Israel!
Zweite Lesung
Lesung aus dem Brief an die Hebräer.
Aber den, der nur für kurze Zeit unter die Engel erniedrigt war, Jesus, ihn sehen wir
um seines Todesleidens willen mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt; es war nämlich
Gottes gnädiger Wille, daß er für alle den Tod erlitt. Denn es war angemessen, daß
Gott, für den und durch den das All ist und der viele Söhne zur Herrlichkeit führen
wollte, den Urheber ihres Heils durch Leiden vollendete. Denn er, der heiligt, und sie,
die geheiligt werden, stammen alle von Einem ab; darum scheut er sich nicht, sie
Brüder zu nennen
Evangelium
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
Da kamen Pharisäer zu ihm und fragten: Darf ein Mann seine Frau aus der Ehe
entlassen? Damit wollten sie ihm eine Falle stellen. Er antwortete ihnen: Was hat euch
Mose vorgeschrieben? Sie sagten: Mose hat erlaubt, eine Scheidungsurkunde
auszustellen und (die Frau) aus der Ehe zu entlassen. Jesus entgegnete ihnen: Nur weil
ihr so hartherzig seid, hat er euch dieses Gebot gegeben. Am Anfang der Schöpfung
aber hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen. Darum wird der Mann Vater und
Mutter verlassen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr
zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.
Zu Hause befragten ihn die Jünger noch einmal darüber. Er antwortete ihnen: Wer
seine Frau aus der Ehe entläßt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber
Ehebruch. Auch eine Frau begeht Ehebruch, wenn sie ihren Mann aus der Ehe entläßt
und einen anderen heiratet