Sonntag, 10 de Oktober de 2027

28. Sonntag im Jahreskreis

Ciclo B

Erste Lesung

Lesung aus dem Buch der Weisheit.

Daher betete ich, und es wurde mir Klugheit gegeben; ich flehte, und der Geist der

Weisheit kam zu mir. Ich zog sie Zeptern und Thronen vor, Reichtum achtete ich für

nichts im Vergleich mit ihr. Keinen Edelstein stellte ich ihr gleich; denn alles Gold

erscheint neben ihr wie ein wenig Sand, und Silber gilt ihr gegenüber soviel wie Lehm.

Ich liebte sie mehr als Gesundheit und Schönheit und zog ihren Besitz dem Lichte vor;

denn niemals erlischt der Glanz, der von ihr ausstrahlt. Zugleich mit ihr kam alles

Gute zu mir, unzählbare Reichtümer waren in ihren Händen.

ZWISCHENGESANG (Ps 90)

Uns're Tage zu zählen, lehre uns!

Dann gewinnen wir ein weises Herz.

Herr, wende dich uns doch endlich zu!

Hab Mitleid mit deinen Knechten!

Sättige uns am Morgen mit deiner Huld!

Dann wollen wir jubeln und uns

freuen all unsre Tage.

Erfreue uns so viele Tage,

wie du uns gebeugt hast, so viele Jahre,

wie wir Unglück erlitten.

Zeig deinen Knechten deine Taten

und ihren Kindern deine erhabene Macht!

Es komme über uns die Güte des Herrn,

unsres Gottes. Laß das Werk

unsrer Hände gedeihen, ja,

laß gedeihen das Werk unsrer Hände!

Zweite Lesung

Lesung aus dem Brief. an die Hebräer.

Denn lebendig ist das Wort Gottes, kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige

Schwert; es dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Gelenk und

Mark; es richtet über die Regungen und Gedanken des Herzens; vor ihm bleibt kein

Geschöpf verborgen, sondern alles liegt nackt und bloß vor den Augen dessen, dem

wir Rechenschaft schulden.

Evangelium

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.

Als sich Jesus wieder auf den Weg machte, lief ein Mann auf ihn zu, fiel vor ihm auf

die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was muß ich tun, um das ewige Leben zu

gewinnen? Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer Gott,

dem Einen. Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe

brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen, du sollst keinen Raub

begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter! Er erwiderte ihm: Meister, alle diese

Gebote habe ich von Jugend an befolgt. Da sah ihn Jesus an, und weil er ihn liebte,

sagte er: Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib das Geld den Armen,

und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir

nach! Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er

hatte ein großes Vermögen.

Da sah Jesus seine Jünger an und sagte zu ihnen: Wie schwer ist es für Menschen, die

viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen! Die Jünger waren über seine Worte

bestürzt. Jesus aber sagte noch einmal zu ihnen: Meine Kinder, wie schwer ist es, in

das Reich Gottes zu kommen! Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als daß ein

Reicher in das Reich Gottes gelangt. Sie aber erschraken noch mehr und sagten

zueinander: Wer kann dann noch gerettet werden? Jesus sah sie an und sagte: Für

Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich. Da

sagte Petrus zu ihm: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.

Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des

Evangelium

verlassen hat, wird das Hundertfache dafür empfangen: Jetzt in dieser Zeit wird er

Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter

Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben.

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