Sonntag, 13 de April de 2025

Palmsonntag

Ciclo C

Evangelium

Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus nach Lukas.

Daraufhin erhob sich die ganze Versammlung, und man führte Jesus zu Pilatus. Dort

brachten sie ihre Anklage gegen ihn vor; sie sagten: Wir haben festgestellt, dass dieser

Mensch unser Volk verführt, es davon abhält, dem Kaiser Steuer zu zahlen, und

behauptet, er sei der Messias und König. Pilatus fragte ihn: Bist du der König der

Juden? Er antwortete ihm: Du sagst es. Da sagte Pilatus zu den Hohenpriestern und

zum Volk: Ich finde nicht, dass dieser Mensch eines Verbrechens schuldig ist. Sie

aber blieben hartnäckig und sagten: Er wiegelt das Volk auf und verbreitet seine

Lehre im ganzen jüdischen Land von Galiläa bis hierher. Als Pilatus das hörte, fragte

er, ob der Mann ein Galiläer sei. Und als er erfuhr, dass Jesus aus dem Gebiet des

Herodes komme, ließ er ihn zu Herodes bringen, der in jenen Tagen ebenfalls in

Jerusalem war. Herodes freute sich sehr, als er Jesus sah; schon lange hatte er sich

gewünscht, mit ihm zusammenzutreffen, denn er hatte von ihm gehört. Nun hoffte er,

ein Wunder von ihm zu sehen. Er stellte ihm viele Fragen, doch Jesus gab ihm keine

Antwort. Die Hohenpriester und die Schriftgelehrten, die dabeistanden, erhoben

schwere Beschuldigungen gegen ihn. Herodes und seine Soldaten zeigten ihm offen

ihre Verachtung. Er trieb seinen Spott mit Jesus, ließ ihm ein Prunkgewand umhängen

und schickte ihn so zu Pilatus zurück. An diesem Tag wurden Herodes und Pilatus

Freunde; vorher waren sie Feinde gewesen.

Pilatus rief die Hohenpriester und die anderen führenden Männer und das Volk

zusammen und sagte zu ihnen: Ihr habt mir diesen Menschen hergebracht und

behauptet, er wiegle das Volk auf. Ich selbst habe ihn in eurer Gegenwart verhört und

habe keine der Anklagen, die ihr gegen diesen Menschen vorgebracht habt, bestätigt

gefunden, auch Herodes nicht, denn er hat ihn zu uns zurückgeschickt. Ihr seht also: Er

hat nichts getan, worauf die Todesstrafe steht. Daher will ich ihn nur auspeitschen

lassen, und dann werde ich ihn freilassen. Da schrien sie alle miteinander: S Weg mit

ihm; lass den Barabbas frei! Dieser Mann war wegen eines Aufruhrs in der Stadt und

wegen Mordes ins Gefängnis geworfen worden. Pilatus aber redete wieder auf sie ein,

denn er wollte Jesus freilassen. Doch sie schrien: Kreuzige ihn, kreuzige ihn! Zum

DOMINGO DE RAMOS

dritten Mal sagte er zu ihnen: S Was für ein Verbrechen hat er denn begangen? Ich

habe nichts feststellen können, wofür er den Tod verdient. Daher will ich ihn

auspeitschen lassen, und dann werde ich ihn freilassen. Sie aber schrien und forderten

immer lauter, er solle Jesus kreuzigen lassen, und mit ihrem Geschrei setzten sie sich

durch: Pilatus entschied, dass ihre Forderung erfüllt werden solle. Er ließ den Mann

frei, der wegen Aufruhr und Mord im Gefängnis saß und den sie gefordert hatten.

Jesus aber lieferte er ihnen aus, wie sie es verlangten.

Als sie Jesus hinausführten, ergriffen sie einen Mann aus Zyrene namens Simon, der

gerade vom Feld kam. Ihm luden sie das Kreuz auf, damit er es hinter Jesus hertrage.

Es folgte eine große Menschenmenge, darunter auch Frauen, die um ihn klagten und

weinten. Jesus wandte sich zu ihnen um und sagte: Ihr Frauen von Jerusalem, weint

nicht über mich; weint über euch und eure Kinder! Denn es kommen Tage, da wird

man sagen: Wohl den Frauen, die unfruchtbar sind, die nicht geboren und nicht gestillt

haben. Dann wird man zu den Bergen sagen: Fallt auf uns!, und zu den Hügeln: Deckt

uns zu! Denn wenn das mit dem grünen Holz geschieht, was wird dann erst mit dem

dürren werden? Zusammen mit Jesus wurden auch zwei Verbrecher zur Hinrichtung

geführt.

Sie kamen zur Schädelhöhe; dort kreuzigten sie ihn und die Verbrecher, den einen

rechts von ihm, den andern links. Jesus aber betete: Vater, vergib ihnen, denn sie

wissen nicht, was sie tun. Dann warfen sie das Los und verteilten seine Kleider unter

sich. Die Leute standen dabei und schauten zu; auch die führenden Männer des Volkes

verlachten ihn und sagten: Anderen hat er geholfen, nun soll er sich selbst helfen,

wenn er der erwählte Messias Gottes ist. Auch die Soldaten verspotteten ihn; sie traten

vor ihn hin, reichten ihm Essig und sagten: Wenn du der König der Juden bist, dann

hilf dir selbst! Über ihm war eine Tafel angebracht; auf ihr stand: Das ist der König

der Juden. Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du denn

nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns! Der andere aber wies ihn zurecht

und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen.

Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts

Unrechtes getan. Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst.

Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies

sein. Es war etwa um die sechste Stunde, als eine Finsternis über das ganze Land

hereinbrach. Sie dauerte bis zur neunten Stunde.

Die Sonne verdunkelte sich. Der Vorhang im Tempel riss mitten entzwei, und Jesus

rief laut: Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist. Nach diesen Worten hauchte

er den Geist aus. Hier knien alle zu einer kurzen Gebetsstille nieder. Als der

Hauptmann sah, was geschehen war, pries er Gott und sagte: Das war wirklich ein

gerechter Mensch. Und alle, die zu diesem Schauspiel herbeigeströmt waren und

sahen, was sich ereignet hatte, schlugen sich an die Brust und gingen betroffen weg.

Alle seine Bekannten aber standen in einiger Entfernung vom Kreuz, auch die Frauen,

die ihm seit der Zeit in Galiläa nachgefolgt waren und die alles mit ansahen.

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