Evangelium
Jesus fuhr im Boot wieder ans andere Ufer hinüber, und eine große Menschenmenge
versammelte sich um ihn. Während er noch am See war, kam ein Synagogenvorsteher
namens Jaïrus zu ihm. Als er Jesus sah, fiel er ihm zu Füßen und flehte ihn um Hilfe
an; er sagte: Meine Tochter liegt im Sterben. Komm und leg ihr die Hände auf, damit
sie wieder gesund wird und am Leben bleibt. Da ging Jesus mit ihm. Viele Menschen
folgten ihm und drängten sich um ihn. Unterwegs kamen Leute, die zum Haus des
Synagogenvorstehers gehörten, und sagten (zu Jaïrus): Deine Tochter ist gestorben.
Warum bemühst du den Meister noch länger? Jesus, der diese Worte gehört hatte,
sagte zu dem Synagogenvorsteher: Sei ohne Furcht; glaube nur! Und er ließ keinen
mitkommen außer Petrus, Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus. Sie gingen
zum Haus des Synagogenvorstehers. Als Jesus den Lärm bemerkte und hörte, wie die
Leute laut weinten und jammerten, trat er ein und sagte zu ihnen: Warum schreit und
weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, es schläft nur. Da lachten sie ihn aus. Er aber
schickte alle hinaus und nahm außer seinen Begleitern nur die Eltern mit in den Raum,
in dem das Kind lag. Er faßte das Kind an der Hand und sagte zu ihm: Talita kum!,
das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf! Sofort stand das Mädchen auf
und ging umher. Es war zwölf Jahre alt. Die Leute gerieten außer sich vor Entsetzen.
Doch er schärfte ihnen ein, niemand dürfe etwas davon erfahren; dann sagte er, man
solle dem Mädchen etwas zu essen geben.