Sonntag, 24 de Oktober de 2027

30. Sonntag im Jahreskreis

Ciclo B

Erste Lesung

Lesung aus dem Buch Jeremia.

So spricht der Herr: Jubelt Jakob voll Freude zu, und jauchzt über das Haupt der

Völker! Verkündet, lobsingt und sagt: Der Herr hat sein Volk gerettet, den Rest

Israels. Seht, ich bringe sie heim aus dem Nordland und sammle sie von den Enden

der Erde, darunter Blinde und Lahme, Schwangere und Wöchnerinnen; als große

Gemeinde kehren sie hierher zurück. Weinend kommen sie, und tröstend geleite ich

sie. Ich führe sie an Wasserführende Bäche, auf einen ebenen Weg, wo sie nicht

straucheln. Denn ich bin Israels Vater, und Efraim ist mein erstgeborener Sohn.

ZWISCHENGESANG (Ps 126)

Als der Herr das Los der Gefangenschaft

Zions wendete,

da waren wir alle wie Träumende.

Da war unser Mund voll Lachen

und unsere Zunge voll Jubel.

Da sagte man unter den andern Völkern:

«Der Herr hat an ihnen Großes getan.»

Ja, Großes hat der Herr an uns getan.

Da waren wir fröhlich.

Wende doch, Herr, unser Geschick,

wie du versiegte Bäche wieder

füllst im Südland.

Die mit Tränen säen,

werden mit Jubel ernten.

Sie gehen hin unter Tränen

und tragen den Samen zur Aussaat.

Sie kommen wieder mit Jubel

und bringen ihre Garben ein.

Zweite Lesung

Lesung aus dem Brief an die Hebraër.

Jeder Hohepriester wird aus den Menschen ausgewählt und für die Menschen

eingesetzt zum Dienst vor Gott, um Gaben und Opfer für die Sünden darzubringen. Er

ist fähig, für die Unwissenden und Irrenden Verständnis aufzubringen, da auch er der

Schwachheit unterworfen ist; deshalb muß er für sich selbst ebenso wie für das Volk

Sündopfer darbringen. Und keiner nimmt sich eigenmächtig diese Würde, sondern er

wird von Gott berufen, so wie Aaron. So hat auch Christus sich nicht selbst die Würde

eines Hohenpriesters verliehen, sondern der, der zu ihm gesprochen hat: Mein Sohn

bist du. Heute habe ich dich gezeugt, wie er auch an anderer Stelle sagt: Du bist

Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks.

Evangelium

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.

Als Jesus mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho wieder

verließ, saß an der Straße ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Sobald

er hörte, daß es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen

mit mir! Viele wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch

viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Jesus blieb stehen und sagte: Ruft

ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich.

Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu. Und Jesus fragte ihn:

Was soll ich dir tun? Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte wieder sehen

können. Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dir geholfen. Im gleichen

Augenblick konnte er wieder sehen, und er folgte Jesus auf seinem Weg.

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