Sonntag, 7 de November de 2027

32. Sonntag im Jahreskreis

Ciclo B

Erste Lesung

1 Kön 17, 10-16

Lesung aus dem ersten Buch der Könige.

Er machte sich auf und ging nach Sarepta. Als er an das Stadttor kam, traf er dort eine

Witwe, die Holz auflas. Er bat sie: Bring mir in einem Gefäß ein wenig Wasser zum

Trinken! Als sie wegging, um es zu holen, rief er ihr nach: Bring mir auch einen

Bissen Brot mit! Doch sie sagte: So wahr der Herr, dein Gott, lebt: Ich habe nichts

mehr vorrätig als eine Hand voll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug. Ich lese

hier ein paar Stücke Holz auf und gehe dann heim, um für mich und meinen Sohn

etwas zuzubereiten. Das wollen wir noch essen und dann sterben. Elija entgegnete ihr:

Fürchte dich nicht! Geh heim, und tu, was du gesagt hast. Nur mache zuerst für mich

ein kleines Gebäck, und bring es zu mir heraus! Danach kannst du für dich und deinen

Sohn etwas zubereiten; denn so spricht der Herr, der Gott Israels: Der Mehltopf wird

nicht leer werden und der Ölkrug nicht versiegen bis zu dem Tag, an dem der Herr

wieder Regen auf den Erdboden sendet. Sie ging und tat, was Elija gesagt hatte. So

hatte sie mit ihm und ihrem Sohn viele Tage zu essen. Der Mehltopf wurde nicht leer,

und der Ölkrug versiegte nicht, wie der Herr durch Elija versprochen hatte.

Antwortpsalm

Der Herr hat Himmel und Erde gemacht,

das Meer und alle Geschöpfe;

er hält ewig die Treue.

Recht verschafft er den Unterdrückten,

den Hungernden gibt er Brot;

der Herr befreit die Gefangenen.

Der Herr öffnet den Blinden die Augen,

er richtet die Gebeugten auf.

Der Herr beschützt die Fremden

und verhilft den Waisen und Witwen zu ihrem Recht.

Der Herr liebt die Gerechten,

doch die Schritte der Frevler leitet er in die Irre.

Der Herr ist König auf ewig, dein Gott, Zion,

herrscht von Geschlecht zu Geschlecht.

Zweite Lesung

Hebr 9, 24-28

Lesung aus dem Hebräerbrief.

Denn Christus ist nicht in ein von Menschenhand errichtetes Heiligtum

hineingegangen, in ein Abbild des wirklichen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt

für uns vor Gottes Angesicht zu erscheinen; auch nicht, um sich selbst viele Male zu

opfern, (denn er ist nicht) wie der Hohepriester, der jedes Jahr mit fremdem Blut in das

Heiligtum hineingeht; sonst hätte er viele Male seit der Erschaffung der Welt leiden

müssen. Jetzt aber ist er am Ende der Zeiten ein einziges Mal erschienen, um durch

sein Opfer die Sünde zu tilgen. Und wie es dem Menschen bestimmt ist, ein einziges

Mal zu sterben, worauf dann das Gericht folgt, so wurde auch Christus ein einziges

Mal geopfert, um die Sünden vieler hinwegzunehmen; beim zweiten Mal wird er nicht

wegen der Sünde erscheinen, sondern um die zu retten, die ihn erwarten.

Evangelium

Er lehrte sie und sagte: Nehmt euch in Acht vor den Schriftgelehrten! Sie gehen gern

in langen Gewändern umher, lieben es, wenn man sie auf den Straßen und Plätzen

grüßt, und sie wollen in der Synagoge die vordersten Sitze und bei jedem Festmahl die

Ehrenplätze haben. Sie bringen die Witwen um ihre Häuser und verrichten in ihrer

Scheinheiligkeit lange Gebete. Aber umso härter wird das Urteil sein, das sie erwartet.

Als Jesus einmal dem Opferkasten gegenübersaß, sah er zu, wie die Leute Geld in den

Kasten warfen. Viele Reiche kamen und gaben viel. Da kam auch eine arme Witwe

und warf zwei kleine Münzen hinein. Er rief seine Jünger zu sich und sagte: Amen, ich

sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle

andern. Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluss hergegeben; diese Frau

aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat alles gegeben, was sie besaß, ihren

ganzen Lebensunterhalt.

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