Erste Lesung
Lesung aus dem Buch Jeremia.
Seht, es werden Tage kommen - Spruch des Herrn -, in denen ich mit dem Haus Israel
und dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde, nicht wie der Bund war, den
ich mit ihren Vätern geschlossen habe, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus
Ägypten herauszuführen. Diesen meinen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich ihr
Gebieter war - Spruch des Herrn. Denn das wird der Bund sein, den ich nach diesen
Tagen mit dem Haus Israel schließe - Spruch des Herrn: Ich lege mein Gesetz in sie
hinein und schreibe es auf ihr Herz. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk
sein. Keiner wird mehr den andern belehren, man wird nicht zueinander sagen:
Erkennt den Herrn!, sondern sie alle, Klein und Groß, werden mich erkennen - Spruch
des Herrn. Denn ich verzeihe ihnen die Schuld, an ihre Sünde denke ich nicht mehr.
Antwortpsalm
Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld,
tilge meine Frevel
nach deinem reichen Erbarmen!
Wasch meine Schuld von mir ab,
und mach mich rein von meiner Sünde!
Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz,
und gib mir einen neuen, beständigen Geist!
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht,
und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!
Mach mich wieder froh mit deinem Heil;
mit einem willigen Geist rüste mich aus!
Dann lehre ich Abtrünnige deine Wege,
und die Sünder kehren um zu dir.
Zweite Lesung
Hebr 5, 7-9
Lesung aus dem Hebräerbrief.
Als Christus auf Erden lebte, hat er mit lautem Schreien und unter Tränen Gebete und
Bitten vor den gebracht, der ihn aus dem Tod retten konnte, und er ist erhört und aus
seiner Angst befreit worden. Obwohl er der Sohn war, hat er durch Leiden den
Gehorsam gelernt; zur Vollendung gelangt, ist er für alle, die ihm gehorchen, der
Urheber des ewigen Heils geworden.
Evangelium
In jener Zeit traten einige Griechen, die beim Osterfest in Jerusalem Gott anbeten
wollten, an Philippus heran, der aus Betsaida in Galiläa stammte, und sagten zu ihm:
Herr, wir möchten Jesus sehen. Philippus ging und sagte es Andreas; Andreas und
Philippus gingen und sagten es Jesus. Jesus aber antwortete ihnen: Die Stunde ist
gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht wird. Amen, amen, ich sage euch:
Wenn das Weizenkorn nicht auf die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber
stirbt, bringt es reiche Frucht. Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein
Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben. Wenn einer
mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein.
Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren. Jetzt ist meine Seele erschüttert. Was
soll ich sagen: Vater, rette mich aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese
Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom
Himmel: Ich habe ihn schon verherrlicht und werde ihn wieder verherrlichen. Die
Menge, die dabeistand und das hörte, sagte: Es hat gedonnert. Andere sagten: Ein
Engel hat zu ihm geredet. Jesus antwortete und sagte: Nicht mir galt diese Stimme,
sondern euch. Jetzt wird Gericht gehalten über diese Welt; jetzt wird der Herrscher
dieser Welt hinausgeworfen werden. Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin,
werde alle zu mir ziehen. Das sagte er, um anzudeuten, auf welche Weise er sterben
werde.